Wenn wir am Abend nach ungefähr 70 bis 80km müde auf die Karte schauten, mussten wir feststellen, dass wir kaum vor angerückt sind. Erst nach und nach realisierten wir, wie riesig Mexiko doch in Wirklichkeit ist. Die Costa Grande verdient ihnen Namen allemal!
Bei Temperaturen über 30 Grad am Schatten, kamen uns die Hügel an der Küste noch höher vor. Das Schwitzen begann bereits am Morgen beim Packen und fand dann den ganzen Tag kein Ende mehr. Wenn wir jeweils von Reisenden auf Motorrädern überholt wurden, warfen wir ihnen neidische Blicke hinterher. Mal etwas schneller von Ort zu Ort zu kommen, wäre halt schon verlockend.
Das Highlight des Tages war meist der Schwumm am Abend im Meer. In Zihuatanejo fuhren wir mit einem kleinen Boot zu einem Korallenriff um zu Schnorcheln. Wir waren von der bunten Unterwasserwelt mit all ihren Lebewesen völlig fasziniert. Als Zugabe konnten wir während der Bootsfahrt sogar noch Delfine beobachten.
 Klippenspringer in Acapulco
Unser Weg führte uns auch nach Acapulco, wo wir den Klippenspringern bei ihren halsbrecherischen Sprüngen von über 30Meter zuschauen konnten. Die Stadt indes faszinierte uns weniger, war aber weit ruhiger und sicherer als erwartet. Wir konnten am Abend entgegen unserer Erwartungen völlig sicher und gemütlich durchs Quartier spazieren.
Obwohl es in Mexiko keine speziellen Campingplätze für Velofahrer gibt, trifft man doch immer wieder auf Gleichgesinnte. So machten wir Bekanntschaft mit Rico, einem sympathischen Argentinier der von Washington nach Buenos Aires radelt. Mit ihm strampelten wir einige Tage gemeinsam in der Hitze Mexiko`s und plauderten am Abend über Gott und Welt.
Nun endlich in Puerto Escondido angekommen, sind die Tage an der Küste bald gezählt. In Kürze werden wir ins Inland drehen und den harten Weg ins Hochland in Angriff nehmen. Mehr als auf die langen Anstiege, freuen wir uns auf die kühleren Temperaturen und die kulturelle Abwechslung. |