 Kunstwerk der nicaraguanischen Post Bevor wir die Grenze zu Nicaragua passieren konnten, brachte uns Hoduras noch einmal gehörig ins Schwitzen. Lag doch der Grenzübergang auf einem Pass von 1200 m.ü.M. Dafür empfing uns das neue Land mit einer wunderschönen, langgezogenen Abfahrt.
Da wir genug Berge überquert hatten und sich das Hochland im Norden nur geringfügig von demjenigen von Honduras unterschied, entschlossen wir uns auf direktem Weg nach Granada zu fahren. Die älteste Kolonialstadt Zentralamerika gefiel uns sehr. Die Stadt bezauberte uns mit ihren farbigen Kolonialhäusern mit prächtigen Innenhöfen. Zudem gab es extrem viele feine Cafes und Restaurants, wo wir unsere Energiereserven wieder auffüllen konnten.
Nachdem wir unsere warmen Kleider und die Schlafsäcke über etliche Pässe und Berge transportiert hatten ohne sie seit Monaten je wieder zu gebrauchen, entschlossen wir uns dieser Last zu entledigen. Wir organisierten eine alte Kartonschachtel und schicken alles Überflüssige nach Hause. Das Paket wog ganze 9 kg und wurde vom Postangestellten mit den Briefmarken zu einem echten Kunstwerk verziert. Von Granada aus fuhren wir nach Rivas und von dort gings mit der Fähre auf die Isla de Ometepe. Die Insel liegt im grössten See Zentralamerikas und besteht aus zwei mächtigen Vulkanen. Mit den Velos fuhren wir dann um die Insel. Die Fahrt war sehr schön, da fast kein Verkehr herrschte und man einen atemberaubenden Ausblick auf die beiden Vulkane hatte.. Einzig der starke Regenguss der vorhergehenden Nacht stellte uns vor interessante Herausforderungen: Zum Teil war die Strasse zu einem sumpfigen Bachbett geworden und es gab keine Alternative als durch das Wasser und den Schlamm zu waten. Das war wohl en erster Vorgeschmack auf die bevorstehende Regenzeit.
 In der Regenezeit k
Kurz vor der Ankunft im Hotel auf der anderen Seite der Insel folgte eine weitere böse Überraschung. Rebeccas Schaltung klemmte und beim genaueren Hinsehen mussten wir feststellen, dass ein Schaltseil stark angerissen war. Beim Suchen nach Informationen im Internet mussten wir realisieren, dass man für diese Schaltung auf längeren Reisen immer ein Ersatzseil dabeihaben sollte, da es im Ausland nicht erhältlich ist. Als wir unseren Fehler bemerkten bestellten wir sofort ein solches Ersatzteil und Lukas' Eltern sendeten es uns per Post nach Costa Rica (Liberia). Nun hoffen wir sehr, dass die übrigen Drahtfasern noch halten bis wir dort eintreffen, sonst hätte Rebecca dann nur noch einen Eingänger. Da wir dem Päckli zeit geben wollten um anzukommen, machten wir uns ein paar gemütliche Tage auf der Insel und danach noch einen Abstecher an die Pazifikküste Nicaraguas. Dort in San Juan liess es sich herrlich baden und verweilen. Das Meer ist mittlerweile schon fast wärmer als in der Badewanne und man kann stundenlang drin bleiben. So lässt es sich natürlich gut warten, bleibt nur zu hoffen, dass das Paket pünktlich in Liberia ankommt und auch Rebeccas Schaltseil bis dort durchhält. |